Eigentlich sollte Kuala Lumpur unser nächstes Zuhause für einen Monat werden. Schnell wurde klar, dass daraus nur fünf Nächte werden.
Nach Bangkok und unserem ruhigen Monat am Meer bei Cha-am wollten wir in Malaysia weiterreisen. Kuala Lumpur stand wegen der Petronas Twin Towers ohnehin auf unserer Liste. Außerdem hatten wir vorher immer wieder gehört, wie sehr andere Reisende von der Stadt schwärmen.
‚W ir kannten Kuala Lumpur noch nicht und hatten ehrlicherweise auch keine Erwartungen. Vermutlich war das auch gut so.‘
Dieser Stopp unserer Weltreise wurde am Ende zu einer wichtigen Lektion darüber, dass man auf einer langen Reise nicht an einem Plan festhalten muss, nur weil man ihn gemacht hat. Wir haben ja ohnehin vor unserer Reise beschlossen, dass wir nichts im Voraus buchen, um eben diese Flexibilität jederzeit zu haben.
Vor der Reise
Warum nach Cha-am Kuala Lumpur kommen sollte
Nach Thailand wollten wir weiter durch Südostasien, quasi die Route weiter Richtung Süden. Kuala Lumpur lag für uns als nächster Stopp nahe: neue Stadt, völlig neues Land und mit den Petronas Twin Towers ein Ort, den wir ohnehin sehen wollten. Die beiden Türme gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen Malaysias. Sie sind rund 452 Meter hoch und prägen seit Ende der 1990er-Jahre die Skyline von Kuala Lumpur.
Außerdem hatten wir von Kuala Lumpur vor unserer Reise überwiegend Positives gehört. Viele mögen die Stadt. Also wollten wir herausfinden, ob wir sie auch mögen würden.
Von Cha-am über Bangkok nach Kuala Lumpur
Unsere Anreise war diesmal etwas länger als der unkomplizierte Wechsel von Bangkok nach Cha-am. Von Hua Hin ging es zunächst mit dem Zug zurück nach Bangkok und von dort mit dem Flugzeug weiter nach Kuala Lumpur. Die Einreise in Malaysia empfanden wir als völlig unkompliziert.
Beim Handgepäck mussten wir inzwischen kaum noch nachdenken. Wir packten unsere Rucksäcke und reisten weiter. Diesmal hatten wir in unserem Condo wieder eine eigene Waschmaschine. Der Gastgeber stellte sogar eine frische Packung Waschmittel für uns bereit. Eigentlich schien alles ziemlich unkompliziert zu werden.
Bei unserer Unterkunft lagen wir diesmal daneben
Unsere Unterkunft hatten wir anhand der Beschreibung und der Bilder gebucht. Auf uns wirkte es so, als hätten wir ein modernes Condo mit genügend Ausstattung gefunden und könnten von dort relativ entspannt Richtung Stadtzentrum laufen. Wir hatten sogar von mehreren Bereichen des Condos die berühmte Kuala Lumpur View auf die Petronas Tower und auch unser Balkon war ein kleines Highlight: Vom 49. Stock hatten wir einen atemberaubenden Ausblick.

Wir wohnten im Trion, in einem sehr großen Condo-Komplex. Das Gebäude selbst war für unseren Geschmack zu groß und zu voll. Zu viele Menschen auf engem Raum und der Zustand einiger Bereiche, inklusive unsere Wohnung, entsprachen einfach nicht dem, was wir nach den Bildern erwartet hatten. Noch wichtiger war aber die Lage für uns.
‚W ir merkten schnell, dass wir in unserem Alltag deutlich häufiger auf Grab angewiesen gewesen wären, als wir gedacht hatten und als es uns lieb war.‘
Direkt in unserer Umgebung fanden wir außerdem kaum die Auswahl, die wir uns für einen längeren Aufenthalt vorgestellt hatten. Immerhin gab es einen 7-Eleven im Gebäude, ein super Café namens Eight Toast und in der Nähe einen Subway.
Für einen ganzen Monat passte es für uns aber nicht so ganz. In Kombination mit dem Zustand unserer Wohnung und des gesamten Wohnkomplexes sowie der Lage haben wir dann doch recht schnell, ungefähr 12 Stunden nach Ankunft, beschlossen, dass wir abreisen müssen.
Vor Ort in Kuala Lumpur
Einen richtigen Alltag hatten wir in Kuala Lumpur nie
Normalerweise ist genau das der interessanteste Teil unserer „1 Monat in …“-Reiseberichte, weil wir immer in das jeweilige Leben vor Ort eintauchen möchten. Wo kaufen wir ein? Wo essen wir ständig? Welche Wege werden nach zwei Wochen selbstverständlich? Was wird irgendwann unser Alltag?
In Kuala Lumpur können wir diese Fragen diesmal aber nicht beantworten. Wir waren nur fünf Nächte dort. Und diese fünf Nächte kamen auch nur zustande, weil der Gastgeber nach Absprache mit dem AirBnB-Support eingewilligt hatte, uns nach fünf Nächten alle anderen Nächte zu erstatten. Das war auch angebracht. Die Bilder auf AirBnB entsprachen nicht der Realität und mehrere Insekten fanden ihren Weg bis in den 49. Stock in unser Schlafzimmer.
Leider konnten wir Kuala Lumpur also nicht so kennenlernen, wie wir wollten. Anstattdessen haben wir einen kurzen und für uns schwierigen Eindruck bekommen.
Unsere Unterkunft beeinflusste unseren Eindruck
Wir möchten auf keinen Fall aus unseren fünf Tagen urteilen: Kuala Lumpur ist nichts für uns, also ist Kuala Lumpur keine gute Stadt.
Unsere Unterkunft und deren Lage haben unseren Aufenthalt stark beeinflusst. Wenn man morgens aus einer Wohnung kommt, in der man sich nicht wohl fühlt und für die meisten Dinge erst eine Fahrt organisieren müsste, obwohl man in einer riesigen Stadt wohnt, startet man automatisch anders in einen Tag.
‚V ielleicht hätten wir Kuala Lumpur aus einem gepflegteren, kleineren Condo in einer für uns besseren Lage völlig anders erlebt.‘
Gerade deshalb möchten wir unsere Erfahrung nicht größer machen, als sie war. Für uns stand eben nach einer Nacht fest, dass wir lieber keine weitere Unterkunft in der Stadt suchen möchten, sondern lieber direkt weiterziehen.
Die Hitze und Luftfeuchtigkeit machten es für uns zusätzlich schwierig
Anfang Februar empfanden wir Kuala Lumpur als extrem heiß und luftfeucht. Für uns war es unerträglich, obwohl wir Erfahrung mit tropischem Klima mitgebracht haben. Es war so belastend, dass wir während dieser fünf Tage weniger draußen waren als geplant. Nach nur einer Minute im Freien und trotz Bewegung im Schneckentempo haben wir uns gefühlt als hätten wir sauniert. Direkt war dringend eine Dusche nötig.
Das ist ausdrücklich unsere persönliche Wahrnehmung während unseres Aufenthalts und keine allgemeine Aussage darüber, wie sich Kuala Lumpur allgemein anfühlt. Für uns kam einfach einiges gleichzeitig zusammen:
- Eine Unterkunft, in der wir uns nicht wohl fühlten.
- Eine Lage, die für unseren Alltag schlechter funktionierte als erwartet.
- Eine Stadt, zu der wir in den ersten Tagen keinen richtigen Zugang fanden.
- Wetterbedingungen, bei denen wir auf Erkundungen wenig Lust hatten.
Der Moment, an dem wir wussten: Wir müssen hier weg
Einen typischen Kuala-Lumpur-Moment können wir diesmal tatsächlich ziemlich genau benennen. Er hatte allerdings nichts mit den Petronas Twin Towers zu tun.
In unserem Gebäude hatten wir zuvor schon Situationen erlebt, die uns störten. Unter anderem wurde innerhalb des Gebäudekomplexes Müll von oben heruntergeworfen.
‚D ann gab es direkt am ersten Tag einen sehr lauten und langen Feueralarm. Uns verunsicherte: Wir waren im 49. Stock!‘
Ob tatsächlich eine Gefahr bestand, konnten wir in diesem Moment nicht einschätzen. Trotzdem machte uns die Situation ziemlich unruhig. Also nahmen wir gemeinsam mit vielen anderen Bewohnern den Aufzug nach unten. Im Nachhinein würden wir dieses Verhalten ausdrücklich nicht empfehlen: Bei einem tatsächlichen Brand sollte man Aufzüge nicht benutzen, sondern den ausgeschilderten Fluchtwegen und den Anweisungen vor Ort folgen. Das steht auch so immer und überall neben jedem Aufzug.
Dieses Ereignis und die damit verbundene Unwissenheit, die sich über eine Stunde zog, unterstrich unsere Entscheidung dann nochmal: Wir müssen diese Unterkunft verlassen.
Also haben wir unseren Monatsplan einfach beendet
Manche hätten an dieser Stelle vielleicht durchgezogen und hätten dem ganzen noch eine Chance gegeben, indem sie die Unterkunft innerhalb der Stadt wechseln.
Wir hätten uns sagen können: Wir haben einen Monat geplant, also bleiben wir jetzt einen Monat. Aber warum hätten wir das machen sollen? Wir reisen schließlich nicht, um einen selbst erstellten Plan abzuarbeiten.
Wenn wir uns an einem Ort nicht wohl fühlen und gleichzeitig die Freiheit haben weiterzureisen, sollten wir diese Freiheit nutzen. Also taten wir genau das und es fühlte sich gut an. Nach fünf Nächten war Kuala Lumpur dann für uns vorbei. Ebenso wie unsere ursprüngliche Idee, noch weiter durch Malaysia zu reisen.
Unser Aufenthalt in Kuala Lumpur
Petronas Twin Towers haben wir trotzdem gesehen
Wenn es einen Ort gab, den wir unbedingt sehen wollten, dann waren es die Petronas Twin Towers. Die wollten wir uns trotz unseres kurzen Aufenthalts nicht entgehen lassen.
Die Türme sind 88 Stockwerke hoch und rund 452 Meter hoch. Zwischen ihnen verbindet eine Skybridge die beiden Gebäude auf Höhe des 41. und 42. Stockwerks. Sie sind bis heute das bekannteste Wahrzeichen Kuala Lumpurs.

Und ja: Die beiden verbundenen Wolkenkratzer sind beeindruckend. Aber in echt irgendwie kleiner als erwartet. Weil Kuala Lumpur uns insgesamt nicht richtig gepackt hat, war es trotzdem schön, einen Ort zu sehen, der schon lange auf unserer Liste gestanden hatte.
Was uns an Kuala Lumpur positiv aufgefallen ist
Auch wenn unser Aufenthalt kurz und schwierig war, gab es Dinge, die wir interessant fanden. Allem voran die kulturelle Vielfalt. Malaysia ist stark multikulturell geprägt. Malaiische, chinesische, indische Bevölkerungsgruppen und weitere Gemeinschaften beeinflussen Sprache, Religion, Essen und Stadtbild.
Dazu ist Kuala Lumpur eine moderne Hochhausstadt, die teilweise sehr wohlhabend und international auf uns wirkte. Die Menschen, mit denen wir zu tun hatten, haben wir als sehr offen und freundlich erlebt. Das möchten wir nicht unterschlagen, nur weil der Aufenthalt für uns insgesamt nicht funktioniert hat.
Beim Essen sprang der Funke auch nicht über
Das überrascht uns im Rückblick vielleicht fast am meisten. In Thailand war Essen ständig ein großer Teil unseres Alltags gewesen. Außerdem ist die malaysische Küche eigentlich für leckere Gerichte bekannt. Das glauben wir auch, aber probieren konnten wir sie leider noch nicht.
‚W eil wir einfach etwas überfordert waren mit der Situation und viele organisatorische Dinge in den fünf Tagen leisten mussten, entwickelten wir zwei sehr einfache Favoriten.‘
In unserem Condo Trion gingen wir fast jeden Morgen zu Eight Toast. Wie der Name schon sagt, gibt es hier eine kleine Auswahl an diversen Toasts. Typisch malaysisch viele davon mit Erdnussbutter. Die waren auch wirklich lecker. Ein nahegelegener Subway war für uns günstig, unkompliziert und überraschend gut.

Das ist leider nicht besonders exotisch und rückblickend hätten wir lieber etwas mehr lokales Essen probiert, aber so sahen eben unsere fünf Tage aus.
Kuala Lumpur und Bangkok sind völlig unterschiedlich
Beide Städte sind große südostasiatische Metropolen. Damit endet für uns aber schon der Vergleich.
Bangkok fühlte sich während unseres Monats irgendwann vertraut an. Wir liefen unglaublich viel zu Fuß, entwickelten Lieblingsorte und hatten relativ schnell das Gefühl, unseren Alltag selbstständig organisieren zu können. Schließlich blieben wir auch einen Monat in Bangkok.
Dementsprechend erreichten wir in Kuala Lumpur diesen Punkt nie. Das lag daran, dass wir nur fünf Nächte blieben. Teilweise lag es aber auch an unserer Unterkunft und der Lage dieser. Vermutlich passte die Stadt in diesem Moment unserer Reise einfach nicht zu uns.
Darum würden wir aus unserem Erlebnis auch keine Aussage wie „Bangkok ist besser als Kuala Lumpur“ machen. Wir können nur sagen: Bangkok hat für uns funktioniert. Kuala Lumpur hat es bei diesem Versuch nicht.
Batu Caves müssen auf eine zweite Chance warten
Die Batu Caves, mehrere hinduistische Tempel und eine der Sehenswürdigkeiten Malaysias, wollten wir eigentlich ebenfalls sehen. Dazu kam es aber nicht mehr und das ist in Ordnung.
Vielleicht bekommt Kuala Lumpur ja irgendwann eine Revanche, mit einer anderen Unterkunft und vielleicht von Anfang an weniger Nächten als einen ganzen Monat.
Nur mit Handgepäck in Kuala Lumpur
Handgepäck war diesmal aus einem anderen Grund praktisch
Eine neue Pack-Erkenntnis hatten wir in Kuala Lumpur eigentlich nicht. Unser System funktionierte weiterhin und war mittlerweile sogar wirklich eingespielt.
‚I ndirekt zeigte uns Kuala Lumpur dann aber einen der größten Vorteile unserer gesamten Art zu reisen: Wir konnten sehr einfach weiterziehen.‘
Wir mussten keine riesigen Koffer packen und hatten auch kaum Sachen, die wir in den fünf Nächten aus unseren Rucksäcken rausgeholt hatten.
Reisen mit wenig Gepäck bedeutet Bewegungsfreiheit
Vor der Weltreise dachten wir bei Handgepäck vor allem an Gewicht, Platz und unkomplizierte Flüge. In Kuala Lumpur kam ein weiterer Punkt dazu: Flexibilität.
Wenn der komplette persönliche Besitz für diese Reise in einen Rucksack passt, fühlt sich eine kurzfristige Änderung nicht kompliziert an. Wir mussten nicht überlegen, wie wir all unsere Sachen von A nach B bekommen. Wir mussten nur entscheiden, wohin wir weiterreisen möchten. Ehrlich gesagt ist diese Flexibilität viel wertvoller als jeder Pack-Hack.
Was wir aus Kuala Lumpur mitgenommen haben
Das hat eigentlich gar nichts mit Kuala Lumpur selbst zu tun. Und dennoch haben wir diese Erkenntnis hier erlangt: Wenn es auf einer längeren Reise nicht passt, sollte man abreisen. Man muss einen Aufenthalt nicht durchziehen, nur weil ursprünglich 30 Tage geplant waren. Darum haben wir uns ja im Vorhinein der Weltreise dazu entschieden, dass wir zwar eine grobe Reiseroute aufstellen, aber nichts Konkretes buchen. In Kuala Lumpur hat sich das bewährt.
Man muss eine Stadt nicht lieben und es auch nicht versuchen, nur weil andere von ihr schwärmen. Nach fünf Nächten können wir aber auch nicht so tun, als hätten wir die Stadt vollständig verstanden. Kuala Lumpur war für uns in diesem Moment einfach nicht richtig. Das heißt nicht, dass die Stadt anderen nicht gefallen kann. Vielleicht liebst du die Stadt oder planst eine Reise dorthin und es gefällt dir direkt sehr gut.
‚N ur weil wir in diesem Moment unserer Weltreise mit Handgepäck Kuala Lumpur nicht mochten, bedeutet das nicht, dass wir die Stadt bei einem anderen Besuch genau so erleben würden.‘
Trotzdem war für den Moment und unsere Weltreise die richtige Entscheidung eindeutig: Unsere Route geht weiter Richtung Bali, wir verlassen Malaysia.
Würden wir noch einmal einen Monat in Kuala Lumpur verbringen?
Nach dieser Erfahrung eher nicht. Auch einen längeren Aufenthalt können wir uns momentan nicht vorstellen. Gleichzeitig wissen wir aber, dass wir Kuala Lumpur nur sehr kurz und unter Umständen erlebt haben, die für uns nicht funktioniert haben. Wir schließen nicht aus, irgendwann zurückzukommen. Vielleicht schon allein wegen der Batu Caves.
Auch Malaysia hat eine zweite Chance verdient und wir haben mehrere Ziele wie Malakka und die Inseln Penang und Langkawi vor Augen, die wir irgendwann noch besichtigen möchten. Außerdem träumen wir davon, dass unser Weg uns irgendwann nach Borneo führt. Die Orte, die wir auf der Dschungel-Insel Borneo besichtigen wollen, gehören zum malaysischen Staatsgebiet.
Was wir bei einem zweiten Versuch in Kuala Lumpur aber definitiv anders machen würden: die Unterkunft und die konkrete Lage viel genauer prüfen.
1 Monat in Kuala Lumpur – kurz zusammengefasst
| Geplant | Rund 1 Monat |
| Tatsächlicher Aufenthalt | 5 Nächte |
| Reiseart | Weltreise nur mit Handgepäck |
| Vorheriger Stopp | Cha-am |
| Unterkunft | Condo im Trion |
| Fortbewegung | Fälschlicherweise hauptsächlich zu Fuß. |
| Einkaufen | Kaum Möglichkeiten in der Nähe |
| Essen | Eight Toast, Subway & wenige Restaurants |
| Wäsche | Waschmaschine in der Unterkunft |
| Besonders aufgefallen | Kulturelle Vielfalt & freundliche Menschen |
| Schwierig für uns | Unterkunft, Lage, Hitze & hohe Luftfeuchtigkeit |
| Gesehen | Unter anderem Petronas Twin Towers |
| Verpasst | Batu Caves |
| Handgepäck-Erkenntnis | Wenig Gepäck macht Änderungen unkompliziert. |
| Wichtigste Reise-Erkenntnis | Passt ein Ort nicht, darf man weiterziehen. |
| Wieder einen Monat bleiben? | Nach diesem Aufenthalt aktuell nein. |
| Zweite Chance irgendwann? | Nicht ausgeschlossen |
| Nächster Stopp | Bali |
Wir wollten einen Monat in Kuala Lumpur verbringen, sind aber nach fünf Nächten weitergezogen, weil Unterkunft, Lage und Gefühl vor Ort für uns nicht passten. Gerade auf einer Weltreise nur mit Handgepäck war die Änderung unkompliziert – und Kuala Lumpur hat uns gezeigt, dass Reisepläne keine Verpflichtung sind.
Das musst du über 1 Monat in Kuala Lumpur wissen
Mehrere Dinge kamen gleichzeitig zusammen. Unsere Unterkunft entsprach für uns nicht dem Eindruck aus der Buchung, die Lage funktionierte schlechter als erwartet und wir fühlten uns in dem sehr großen Condo-Komplex nicht wohl. Dazu empfanden wir Hitze und Luftfeuchtigkeit während unseres Aufenthalts als anstrengend.
Nein. Wir waren nur fünf Nächte dort und würden daraus keine allgemeine Bewertung der Stadt ableiten. Unsere Unterkunft, ihre Lage und die konkreten Umstände haben unseren Aufenthalt stark geprägt. Mit einem anderen Stadtteil oder einer anderen Unterkunft hätten wir Kuala Lumpur vielleicht anders erlebt.
Positiv aufgefallen sind uns vor allem die moderne Seite der Stadt, ihre kulturelle Vielfalt und die Menschen, die wir als offen und freundlich erlebt haben. Außerdem wollten wir unbedingt die Petronas Twin Towers sehen und sie waren auch bei diesem kurzen Aufenthalt beeindruckend. Im Nachhinein sind die Petronas Twin Tower unserer Meinung nach aber im weltweiten Vergleich nicht einzigartig oder hervorragend.
Vor allem würden wir Unterkunft und genaue Lage der Unterkunft mehr prüfen. Für uns reicht es inzwischen nicht mehr, dass ein Condo auf Bildern gut aussieht oder auf der Karte einigermaßen zentral wirkt. Entscheidend ist, ob unser tatsächlicher Alltag von dort aus funktioniert. Das prüfen wir seitdem ganz genau über Google Maps und Videos auf Youtube.
Für uns war Kuala Lumpur mit Handgepäck überhaupt kein Problem. Tatsächlich zeigte sich diesmal ein anderer Vorteil des Reisens mit wenig Gepäck: Als wir beschlossen weiterzureisen, mussten wir nur kurz unsere Rucksäcke packen und konnten unseren Plan unkompliziert ändern.
Einen erneuten Monat würden wir nach diesen Erfahrungen nicht planen oder empfehlen. Eine zweite, kürzere Chance schließen wir aber nicht aus – schon deswegen, weil wir unter anderem die Batu Caves verpasst haben und wissen, dass fünf Nächte unter schwierigen Umständen keine abschließende Beurteilung einer Millionenstadt erlauben.



