Wir reisen seit über zehn Monaten nur mit Handgepäck um die Welt. In unserem persönlichen Umfeld fanden das viele erstmal ungewöhnlich – ob wir das wohl schaffen? Nach dieser langen Reisezeit sind wir uns aber einig: Uns fehlt es an nichts.
Unser wichtigstes Gepäckstück ist ein 40-Liter-Rucksack, den wir beide jeweils einmal dabei haben. Darin haben wir all unseren Besitz für unsere Reise. Dazu kommen ein kleinerer Laptop-Rucksack, kompakte Umhängetaschen beziehungsweise Bauchtaschen und einige einfache Helfer für die Organisation, wie Kompressionsbeutel.
‚F ür uns haben sich 40 Liter als perfekter Mittelweg erwiesen: genug Platz für eine lange Reise, aber noch kompakt genug, um als Handgepäck infrage zu kommen.‘
Wir wollten einerseits wegen den günstigeren Flügen nur mit Handgepäck reisen und andererseits für die Flexibilität. Außerdem sparen wir am Flughafen durch Online-Check-In und Überspringen der Gepäckaufgabe einiges an Zeit.
Unser Weltreise-Gepäck auf einen Blick
| Gepäckstück | Wofür wir es nutzen |
| 40-Liter-Reiserucksack* | unser jeweiliges Hauptgepäck |
| Laptop-Rucksack* | Laptop & Dinge, die griffbereit bleiben sollen |
| Kleine Schultertasche* | persönliche Dinge im Alltag |
| Bauchtasche* | Handy, Geldbörse & Kleinigkeiten |
| Kompressionstaschen* | Kleidung sortieren & kompakt verstauen |
| Transparente 1-Liter-Beutel* | Flüssigkeiten, Medikamente & weitere Kleinteile |
| Schuhbeutel* | Schuhe getrennt vom Gepäck transportieren |
| Faltbare Taschen* | Strand, Einkaufen & Alltag |
Unser System funktioniert für uns hervorragend: Wenn wir unseren Aufenthaltsort wechseln, haben wir unseren 40-Liter-Rucksack auf dem Rücken, unsere kleinen Taschen umgehängt und einer von uns trägt noch den kleinen, kompakten Rucksack mit unseren beiden Laptops.
Bisher hatten wir noch nie Probleme auf all unseren Flügen in elf Monaten, dass unser Gepäck zu viel wäre oder nicht passen würde. Im Gegenteil: Wir haben mehrmals beobachtet, wie Handgepäck gewogen wurde oder nochmals nachkontrolliert wurde und wir sind dabei noch nie aufgefallen. Auch für uns selbst ist das nicht zu viel Gepäck um Alles leicht und überschaubar zu transportieren.
Reichen 40 Liter für eine Weltreise?
Für uns ist die Antwort eindeutig: Ja. Nach über zehn Monaten Weltreise würden wir genau die Größe wieder wählen. Und sind uns sicher, dass wir künftig all unsere Reisen mit unserem Rucksack bestreiten würden.
Unser Rucksack ist der Decathlon Travel 500 Organizer mit 40 Litern*. Er misst laut Hersteller 55 × 32 × 27 Zentimeter und wiegt leer 1,3 Kilogramm. Das Hauptfach lässt sich ähnlich wie ein Koffer vollständig öffnen. Dazu kommen mehrere Innenfächer und ein Laptopfach, das wir in unserem Fall aber für andere, flache Dinge wie Taschen oder unsere Dokumentenmappe* nutzen.
Gerade die kofferartige Öffnung ist auf einer Langzeitreise für uns wichtiger als viele kleine Außenfächer. Man kommt schnell an seine Sachen, ohne den gesamten Rucksack von oben ausräumen zu müssen. Außenfächer hat der Rucksack trotzdem genug. In einer dieser Außentaschen befindet sich der Regenschutz.

40 Liter sind aus unserer Sicht besonders dann sinnvoll, wenn du langfristig mit Handgepäck reisen möchtest, aber nicht ultraleicht packen willst. Du musst dich trotzdem beschränken, hast aber etwas mehr Spielraum als mit einem sehr kleinen Rucksack, den du nur unter den Sitz vor dir im Flugzeug verstauen kannst.
‚W illst du für jede Situation eigene Ausrüstung, Winterkleidung, umfangreiche Kameraausrüstung, Campingzubehör oder andere Spezialausrüstung transportieren, können 40 Liter schnell knapp werden.‘
Ob ein 40-Liter-Rucksack also für eine Weltreise ausreicht, ist auch abhängig von deiner Art zu Reisen. Falls du aber wie wir, eher wärmere Orte besuchst und keine spezielle, umfangreiche Ausrüstung benötigst reicht es definitiv – und ganz ohne warme Kleidung reisen wir natürlich nicht.
Darum hängt die richtige Größe weniger von der Reisedauer als davon ab, was du unterwegs benötigst. Für drei Monate muss man nicht automatisch mehr einpacken als für drei Wochen – Kleidung kann gewaschen und Verbrauchsprodukte können unterwegs ersetzt werden. Und ohne diese beiden Dinge funktioniert eine längere Reise sowieso nicht.
Warum wir für die Weltreise einen Rucksack statt eines Koffers nutzen
Ein Koffer kann eine bessere Wahl sein. Wer hauptsächlich zwischen Flughafen, Taxi und Hotel unterwegs ist, profitiert von Rollen, einem stabilen Gehäuse und einfacher Organisation.
Unsere Weltreise besteht aber aus deutlich mehr: Flughäfen, Busse, Bahnhöfe, Treppen und immer wieder Ortswechsel ganz ohne Flugzeug. Dafür ist ein Rucksack für uns einfach praktischer.
Wir können beide Hände frei haben und müssen uns über schlechte Gehwege, Treppen oder unebene Wege weniger Gedanken machen. Gleichzeitig wollten wir keinen klassischen Trekkingrucksack, bei dem das Gepäck hauptsächlich von oben erreichbar ist. Deshalb passt unser Reiserucksack* mit großer Frontöffnung zu unserer Art zu reisen besonders gut.
Außerdem ist ein Rucksack in den allermeisten Fällen leichter als ein Koffer und da wir nur mit Handgepäck reisen und nur begrenztes Gewicht zur Verfügung haben, kam für uns ein Rucksack eher infrage als ein Koffer.
Das heißt nicht, dass ein Rucksack für jede Weltreise oder Langzeitreise besser ist. Wer wenig den Standort wechselt, Rückenprobleme hat oder sein Gepäck nur kurze Strecken bewegt, kann mit einem Handgepäckkoffer oder auch Aufgabekoffer glücklicher sein.
Unser kleiner Rucksack für Laptop und Technik
Zusätzlich gehört zu unserem Weltreise-Gepäck ein Samsonite Biz2Go Laptop Backpack 15.6″*.
Er ist relativ kompakt und misst 44 × 33 × 19,5 Zentimeter, fasst laut Samsonite 22,5 Liter und wiegt 1,2 Kilogramm. Laptop- und Tabletfach sowie viele, verschieden Fächer machen ihn für uns vor allem für Technik und andere Kleinigkeiten praktisch.
Gerade unsere Laptops und empfindliche Technik möchten wir nicht irgendwo tief im großen Reiserucksack verstauen. Ein separater, kleinerer Rucksack macht Dinge während des Reisetags schneller erreichbar. Außerdem haben wir mit diesem Rucksack auch gleich noch einen Rucksack für Tagesausflüge dabei, um Wasserflaschen und Sonnencreme zu verstauen. Das ist für uns besonders nützlich, denn so kann unser 40-Liter-Rucksack ausschließlich als Reisegepäck dienen. Gut, das 40-Liter-Gepäck wär uns auch etwas zu groß für einfache Tagesausflüge.
Allerdings gilt auch hier: Ein kleinerer Rucksack ist nicht automatisch bei jeder Airline ein kostenloser persönlicher Gegenstand. Ob er zusätzlich zum großen Handgepäck mitgenommen werden darf, richtet sich nach Tarif und Airline.
Wer ohne Laptop und größere Technik reist und für Tagesausflüge vor Ort eine andere Lösung nutzt, wie diesen kleinen, leichten und faltbaren Rucksack*, braucht einen solchen zusätzlichen Rucksack möglicherweise überhaupt nicht. Hier lässt sich beim eigenen Gepäck einiges an Gewicht und Volumen sparen.
Wir für uns möchten auf unseren kleinen Samsonite* aber keinesfalls verzichten. Er ist für uns ein echter Allrounder auf der Weltreise.
Kompressionstaschen halten unseren 40-Liter-Rucksack übersichtlich
Bei nur 40 Litern ist für uns Organisation genauso wichtig wie das Volumen. Wir verstauen unsere Kleidung deswegen in Kompressionstaschen* beziehungsweise Packing Cubes. Der wichtigste Vorteil ist für uns nicht, möglichst viel Kleidung in den Rucksack zu pressen. Viel hilfreicher ist die klare Aufteilung.
‚S tatt im gesamten Rucksack nach einem T-Shirt oder Unterwäsche zu suchen, können einzelne Gruppen zusammen entnommen werden.‘
Wenn du mehr über die Vorteile von Kompressionsbeuteln wissen willst, findest du im Folgenden unseren Artikel zum Nutzen unserer Kompressionstaschen während unserer Reise.
Praktischerweise haben wir uns für ein Set an Kompressionsbeuteln* entschieden, das wir direkt für uns beide aufteilen konnten. Jeder von uns hat drei Kompressionstaschen in verschiedenen Größen die perfekt in den Rucksack passen.
Flüssigkeiten und kleine Dinge bekommen eigene Beutel
Transparente wiederverschließbare Beutel nutzen wir nicht nur für Flüssigkeiten, sondern auch als einfache Organisationslösung.
Wir haben uns darum ein 6-teiliges Set an 1 Liter Flüssigkeitsbeuteln* gekauft, um die Beutel auch für andere Dinge zu nutzen.
Für uns haben transparente Taschen, abseits der Pflicht für Flüssigkeiten im Handgepäck, einen praktischen Vorteil: Man erkennt sofort, was sich darin befindet. Deshalb verwenden wir die Beutel auch für unsere Reiseapotheke und kleine Gegenstände, wie Kabel.
Schuhe bleiben getrennt
Schuhe möchten wir nicht lose zwischen Kleidung und anderen Dingen transportieren. Darum gehört auch ein eigener Schuhbeutel* zu unserem Gepäck.
Unser verwendeter Decathlon-Schuhbeutel* wiegt laut Hersteller 85 Gramm und lässt sich klein zusammenlegen. Wir haben mit diesem Schuhbeutel also weder einen Gewichts- noch einen Platzverlust. Das praktische an diesem Beutel ist außerdem, dass er groß genug ist um all unsere Schuhe zu transportieren. In unserem Fall sind das jeweils ein Paar feste Schuhe, ein Paar offene Schuhe und Schlappen, die wir als Hausschuhe verwenden.

Schuhbeutel sind für uns wirklich praktisch: Die Schuhe bleiben von sauberer Kleidung getrennt und können trotzdem gemeinsam im großen Rucksack transportiert werden.
Falls dich interessiert, ob Schuhbeutel sich lohnen oder welchen Zweck sie haben, haben wir dir an dieser Stelle unsere beiden Artikel verlinkt.
Kleine Taschen machen den Alltag flexibler
Mit unserem 40-Liter-Reiserucksack möchten wir nicht durch eine Stadt laufen, einkaufen oder zum Strand gehen. Einerseits ist er dafür einfach zu groß und andererseits transportieren wir unser gesamtes Gepäck mit diesem Rucksack, weshalb wir ihn ungern für andere Dinge einsetzten würden. Auch wenn wir das bei unserer Reiseplanung zu Beginn in Betracht gezogen haben, entschieden wir uns schlussendlich klar dagegen.
Darum haben wir zusätzlich sehr leichte, kompakte faltbare Taschen* für den Alltag vor Ort dabei. Wir nutzen sie für Einkäufe, Strand oder Pool. Sie sind klassisch schwarz und lassen sich schnell waschen. Oft haben wir sie in unserer kleinen Schultertasche* oder Bauchtasche*.
‚D ie beiden Umhängetaschen sind unsere Alltagstaschen für Handy, Geldbeutel, Powerbank und sonstigen Kleinkram.‘
Der große Vorteil solcher Taschen ist für uns nicht nur zusätzlicher Stauraum für den Flug. Sie machen unser Gepäck am Reiseziel flexibler, ohne dass dafür direkt unser kleiner Rucksack nötig ist.
Welches Gepäck passt zu deiner Weltreise?
Unser Setup funktioniert für uns sehr gut, aber wir würden nicht jedem Reisenden automatisch genau dieselben Gepäckstücke empfehlen – außer natürlich du entscheidest dich für eine sehr ähnliche Art zu Reisen wie wir.
Wenn du auf der Suche nach dem richtigen Reise-Gepäck-Setup für dich bist, sind aus unserer Sicht folgende fünf Fragen zentral:
- Wie oft wechselst du den Ort?
- Welche Klimazonen bereist du?
- Wie viel Technik brauchst du?
- Wie konsequent möchtest du minimalistisch packen?
- Mit welchen Airlines beziehungsweise Tarifen fliegst du meistens?
Wenn du dir diese fünf Fragen beantwortest, hast du eine viel bessere Vorstellung darüber, welches Reisegepäck für dich das Richtige ist.
Für unsere Entscheidung hat uns eine dreiwöchige Reise auf einer griechischen Insel geholfen. Wir haben sehr billige Ryanair-Flüge gefunden, allerdings nur mit einem persönlichen Gegenstand. So kam uns die Idee des minimalistischen Reisens.
Wir hatten dann einen wunderschönen dreiwöchigen Urlaub nur mit einem kleinen Handgepäck, das unter den Vordersitz passen musste. Und wir kamen sehr gut zurecht. Nach dieser Reise wussten wir: Auch eine längere Reise mit Handgepäck ist für uns machbar. Vielleicht ist genau das eine Inspiration für dich, dass du auch einfach mal diese Art zu Reisen testest.
Was wir nach zehn Monaten nur mit Handgepäck wichtig finden
Nach vielen Monaten unterwegs würden wir unser Gepäck nicht danach auswählen, welches Produkt auf dem Papier die meisten Funktionen bietet. Wir haben uns mehrere Gepäckstücke vor Ort angeschaut, bevor wir uns entschieden haben. Aber unser 40-Liter-Rucksack* ist in der Reisebubble sehr beliebt und wird sehr oft für Handgepäck Reisen genutzt.
‚F ür uns ist wichtig, dass unser Gepäck ein geringes Eigengewicht, angenehmes Tragen, schneller Zugriff und eine klare Organisation im Inneren hat. Alles, was keinen konkreten Zweck erfüllt, nimmt auf unsere Weltreise nur Platz und Gewicht weg.‘
Beim Backpacking nur mit Handgepäck lohnt es sich, das Gepäck als Gesamtsystem zu betrachten: großer Rucksack, eventuell persönlicher Gegenstand und wenige, kleine Organisationslösungen sollten zusammenpassen.
Das musst du über eine Weltreise nur mit Handgepäck wissen
Ja, wir reisen seit über zehn Monaten ausschließlich mit Handgepäck um die Welt und vermissen nichts. Wichtig ist, dass du dich auf das Wesentliche beschränkst, Kleidung unterwegs wäschst und dein Gepäck an deine Reiseziele anpasst. Besonders bei Reisen durch überwiegend warme Länder funktioniert das für uns hervorragend.
Für unsere Weltreise sind 40 Liter die ideale Größe. Wir haben in unserem Rucksack* genügend Platz für unsere Kleidung und persönlichen Dinge, ohne unnötig viel Gepäck transportieren zu müssen. Wer allerdings umfangreiche Winterkleidung, Campingausrüstung oder viel Technik benötigt, könnte mit 40 Litern schnell an Grenzen stoßen.
Wir nutzen den Decathlon Travel 500 Organizer* mit 40 Litern. Besonders praktisch finden wir die kofferartige Frontöffnung, das geringe Eigengewicht von 1,3 Kilogramm und die übersichtliche Innenaufteilung. Für uns sind Tragekomfort, Organisation und schneller Zugriff wichtiger als möglichst viele Zusatzfunktionen.
Das hängt von den tatsächlichen Abmessungen und den Gepäckbestimmungen der Airline ab, nicht allein vom Volumen. Unser Rucksack* misst laut Hersteller 55 × 32 × 27 Zentimeter. Wir hatten damit bislang keine Probleme auf unseren Flügen. Allerdings passt er nicht automatisch zu den Handgepäckvorgaben jeder Fluggesellschaft oder jedes Tarifs. Prüfe deshalb vor der Buchung immer die erlaubten Maße und das Gewicht.
Das hängt von der Fluggesellschaft und deinem gebuchten Tarif ab. Wir nutzen zusätzlich einen kompakten Laptop-Rucksack* für unsere Technik und Tagesausflüge. Ein zweiter Rucksack ist allerdings nicht automatisch als kostenloser persönlicher Gegenstand erlaubt.
Aus unserer Erfahrung hängt die benötigte Gepäckmenge weniger von der Reisedauer als von den Klimazonen und persönlichen Bedürfnissen ab. Für drei Monate brauchst du nicht automatisch mehr Kleidung als für drei Wochen. Wenn du unterwegs regelmäßig wäschst und Verbrauchsprodukte nachkaufst, kannst du auch viele Monate mit vergleichsweise wenig Gepäck reisen.
Wir verwenden jeweils drei Kompressionstaschen* in unterschiedlichen Größen. Damit können wir unsere Kleidung übersichtlich sortieren und einzelne Kleidungsstücke schneller finden. Schuhe transportieren wir getrennt in einem Schuhbeutel*. Für Flüssigkeiten und kleinere Gegenstände nutzen wir transparente, wiederverschließbare Beutel*.
Für uns auf jeden Fall. Wir sparen bei passenden Flugtarifen die Kosten für Aufgabegepäck, müssen nicht am Gepäckband warten und sind bei häufigen Ortswechseln flexibler. Nach über zehn Monaten würden wir uns jederzeit wieder für diese Art des Reisens entscheiden.

